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Wenn es um gesunden Lebensstil geht, ist meist nur die Rede von ausreichend Bewegung, ausgewogener Ernährung und weniger Stress. Dass gesunder Schlaf eine der wichtigsten Voraussetzungen für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden und damit für ein gesundes Leben ist, wird hingegen oft vergessen.

Warum braucht unser Körper Schlaf?

Schlaf ist ein natürlicher Teil des Lebens. Die wenigsten Menschen wissen allerdings, wie wichtig Schlaf wirklich ist. Die genauen wissenschaftlichen Hintergründe, warum wir Schlaf benötigen, sind noch immer weitgehend ungeklärt. Man weiß jedoch, dass die wichtigsten Körperorgane und Regulierungssysteme während dem Schlaf aktiv weiterarbeiten. Einige Bereiche, wie z.B. das Gehirn, verstärken sogar ihre Aktivität, und bestimmte Hormone können nur während der Schlafphase produziert werden.

Wie viel Schlaf brauchen wir?

Die ideale Schlafdauer ist nach wie vor umstritten. Laut Untersuchungen, die in den USA und in Japan durchgeführt wurden, liegt sie zwischen sechs und sieben Stunden, was in etwa dem Durchschnitt in Deutschland entspricht, wie auch eine Studie der Universität Regensburg belegt.

Die Auswirkungen von zu kurzer Nachtruhe sind allerdings dramatisch, denn Wissenschaftler der University of Warwick haben in einer Studie 2007, die an 10.000 Personen durchgeführt wurde, nachgewiesen, dass zu wenig Schlaf auf Dauer das Herzinfarktrisiko verdoppelt und damit das Leben verkürzt.

Was passiert, wenn wir schlafen?

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Addiert man diese Zeit, kommen im Laufe des Lebens einige Jahrzehnte zusammen. Die meisten Menschen verbinden ihren nächtlichen Schlummer mit Erholung, Gesundheit und Stressbewältigung und liegen damit auch schon ziemlich richtig.

Während wir schlafen, schaltet der Körper in den „Stand-by-Modus“. Die Muskeln entspannen sich, Atmung und Puls werden ruhiger. Unsere Energiereserven werden aufgeladen und das Nerven- und das Immunsystem erholt sich vom Stress und von den Anstrengungen des Tages. Tief im Gehirn werden chemische Substanzen abgesondert, die das Gehirn in eine andere Schlafphase versetzen.

Ein unausgeschlafener Mensch ist unkonzentriert, reizbar und ängstlich. Wer schlecht oder zu wenig schläft, wird auf Dauer krank. Anhaltender Schlafentzug kann zu Stoffwechselproblemen mit ernst zu nehmenden Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit führen.

Die Schlafphasen

Der Schlaf lässt sich mit Hilfe des EEG (Hirnstromaktivität), des Elektrookulogramms, kurz EOG (Augenbewegungen) und des EMG (Muskelaktivität) in fünf verschiedene Stadien unterteilen: vier Schlafstadien (oder Non-REM Schlaf) und ein REM-Stadium.

Stadium 1: Das Einschlafstadium
Nach einer gewissen Zeit, bei einem gesunden Schläfer innerhalb weniger Minuten, setzt das Einschlafstadium ein. Subjektiv entspricht diesem Stadium das Gefühl des Dösens. Zehn Prozent der Nacht verbringt der Mensch zwischen dem Zustand des Wachens und diesem Stadium.

Stadium 2: Der leichte Schlaf
Die Augen sind in diesem Stadium bereits ruhig und die Augenlider aktiv geschlossen. Der Muskeltonus verringert sich deutlich und der Organismus beginnt, sich nach außen hin abzuschirmen. Die meisten Schlafforscher sehen in diesem Stadium, in dem man etwa die Hälfte der gesamten Schlafzeit verbringt, den eigentlichen Schlafbeginn.

Stadium 3 und 4: Der Tiefschlaf
Die Schlafstadien 3 und 4 werden zusammen als Tiefschlaf bezeichnet. Die Augen sind ganz ruhig, der Muskeltonus signalisiert tiefe Entspannung, der Blutdruck fällt ab, Atmung und Herzschlag werden langsamer. In diesem Stadium sind die Körperfunktionen auf „Sparflamme“ bzw. Regeneration eingestellt. Der erwachsene Mensch verbringt ungefähr 20 Prozent der Nacht in diesem Stadium. Im Alter nimmt dieser Anteil deutlich ab.

Stadium 5: Der REM-Schlaf
Der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) wird auch als Traumschlaf bezeichnet. Herzschlag, Blutdruck und Atmung werden schneller und unregelmäßiger und der Muskeltonus ist stark reduziert. Während im Tiefschlaf die körperliche Regeneration auf Hochtouren läuft, ist der REM-Schlaf, der bei einem Erwachsenen rund 20 Prozent der Nachtruhe ausmacht, für die psychische Erholung wichtig.

Gesunder Schlaf ist das Wichtigste für Gesundheit und Wohlbefinden

Barbara Schuetz NaturheilkundeWissenschaftliche Forschungen - wie von Barbara Schütz, Praxis für Naturheilkunde Neutraubling, Deutschland - zeigen immer deutlicher, wie wichtig die Zusammenhänge zwischen wach sein, Schlaf und Wohlbefinden sind. Immer mehr Menschen interessieren sich, wie man seinen Schlaf pflegen, ihn genießen und als die Kraftquelle nutzen kann. Und dies vor allem, bevor es zu Schlafstörungen kommt. Die Anforderungen an unser Leben nehmen stetig zu und deshalb wird eine optimale körperlich-seelisch-geistige Regeneration immer wichtiger.

Der bewusste, organisierte Schlaf ist für jeden Menschen eine große Chance, gesünder und ausgeglichener zu sein. Damit besitzen wir eine Kraftquelle, die zu mehr Leistungskraft und Lebensfreude führen kann. Dass Schlaf für den Menschen lebensnotwendig ist, weiß man schon längere Zeit. Dass gerade für den gestressten Menschen der Schlaf einer der wichtigsten Anti-Stress-Faktoren überhaupt ist, wissen nur wenige. Der gesunde Schlaf ist die wichtigste Kraftquelle für einen energievollen Tag.

Schlaf ist die wichtigste Gesundheitsquelle überhaupt! Ein erholsamer Schlaf ist neben der Ernährung und der körperlichen Bewegung eine der drei wichtigsten Säulen für ein gesundes Leben.